Die Blutegeltherapie

Schon im 13. Jahrhundert wurden Blutegel medizinisch angewandt. Die Therapie gehört zu den "Blutentziehungsmassnahmen" wie Aderlaß, Schröpfen oder Baunscheidtieren.

Der Effekt einer Blutegelbehandlung gleicht dem eines Aderlasses, da ein Tier bis zum 4-fachen seines Körpergewichts aufnehmen kann.
Man setzt sie lokal ein, d.h. an den für die Patienten individuellen Körperstellen.
Während des Anbeissens gibt das Tier ein Sekret ab, welches von hohem medizinischen Nutzen für die erkrankten Personen ist.

Dieses Sekret besteht aus 15 verschiedenen Wirksubstanzen, z.B.: Enzyme, Histamine, Antibiotika und Entzündungshemmer. Das bekannteste ist das Hirudin, welches sich auf die Blutgerinnung auswirkt, d.h: die Blutzirkulation wird verbessert, die Durchblutung wird gefördert und der Körper entgiftet, Thrombosen werden aufgelöst, Hämatome beseitigt.

Anwendungsmöglichkeiten der Blutegel sind:
Arthritis, Arthrosen d. Kniegelenke, Rheuma, Kopfschmerzen, Tinnitus, Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Entzündungen (Venen-, Nebenhöhlen-, Gallenblasen-) und viele andere.